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Filmtage Eröffnungsfilm
MORE THAN HONEY
Markus Imhoof, Deutschland/Österreich/Schweiz 2012, 91 min, Dokumentarfilm
Di 11.09. / 20:30 /
Geroldhus ST. GEROLD
Der Physiker Albert Einstein soll einmal gesagt haben: „Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus.“
Der renommierte Schweizer Regisseur und Sohn einer Imkerfamilie Markus Imhoof (Oscar- Nominierung für „Das Boot ist voll“) geht dem rätselhaften Bienensterben auf den Grund. Mit ungeahnter Präzision macht er das Leben der Biene sichtbar und porträtiert diejenigen, die am meisten von ihm profitieren: die Menschen. Er trifft auf einen Schweizer Bergimker, das Geschäft mit den Pollen in China, einen quer durch die USA ziehenden Bienenchauffeur sowie auf Königinnenzüchter, die ihre lebendige Ware per Post in die ganze Welt verschicken.
Keinem anderen Tier wird heute so rigoros beides abverlangt: Quantität und Qualität. Markus Imhoof spürt den Bedeutungen nach, die die Biene seit ewigen Zeiten für den Menschen verkörpert und wagt einen schrecklich schönen Blick in den Abgrund, der eine Welt ohne Bienen zweifelsohne wäre. |
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THE HUMAN RESOURCES MANAGER (DIE REISE DES PERSONALMANAGERS)
Eran Riklis, Israel/Deutschland/Frankreich 2010, 105 min,
OF mit dt. UT, Spielfilm
Mi 12.09. / 18:00 /
Geroldhus ST. GEROLD
Der Personalleiter einer großen Bäckerei in Jerusalem steht unter Druck. Seine Frau hat sich von ihm scheiden lassen, an seine Tochter kommt er nicht heran und seine Arbeit hasst er sowieso. Als Yulia, eine rumänische Arbeiterin der Bäckerei, bei einem Selbstmordattentat getötet wird und niemand in der Bäckerei bemerkt hat, dass sie nicht mehr zur Arbeit gekommen ist, werfen die Gazetten dem Unternehmen Kaltherzigkeit und Ausbeutung vor. Und so muss sich der Personalleiter auf eine Reise in das winterliche Rumänien begeben um die Dinge wieder zu richten. Begleitet von dem Sarg, dem aufmüpfigen Sohn der Verstorbenen, einem Journalisten, der ihn ruinieren will, und einer Diplomatin macht er sich auf den Weg in das Heimatdorf der Frau.
Der mitunter bizarre Roadtrip nimmt ungeahnte Ausmaße an und sorgt für schräge Begegnungen, leuchtet jedoch zugleich auch immer mehr den Hintergrund von Yulias Leben aus. |
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MAMA ILLEGAL
Ed Moschitz, Österreich 2011, 98 min, Dokumentarfilm
Hauptpreis des Menschenrechtsfilmfestivals „One World“ in Brüssel
Mi 12.09. / 20:30 /
Geroldhus ST. GEROLD
Sie geben den Schleppern ihre Ersparnisse und riskieren auf ihrer Reise nach Westeuropa ihr Leben: Aurica, Raia und Nataşa, drei Mütter aus einem kleinen moldawischen Dorf. Sie kehren ihrer Heimat den Rücken, um in Österreich und Italien als Putz- oder Pflegehilfen zu arbeiten und ein Leben im Untergrund zu führen. Alles, was vom im Westen hart erarbeiteten Geld übrig bleibt, schicken sie nach Hause zu ihren Familien. Doch ihr Wunsch nach einer besseren Zukunft und einem schöneren Leben fordert einen hohen Preis. Die Rückkehr sieht nach all den Jahren ganz anders aus als geplant.
„Mama Illegal“ zeichnet sieben Jahre im Leben der drei Frauen nach. Die Kamera ist bei Schicksalsschlägen ebenso dabei wie bei Momenten der Freude. Ein Film über den Preis des Traumes von einem besseren Leben. |
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UNSER GARTEN EDEN – GESCHICHTEN AUS DEM SCHREBERGARTEN
Mano Khalil, Schweiz 2010, 97 min, OF mit dt. UT, Dokumentarfilm
Civis Medienpreis 2012, Berner Filmpreis 2010
Do 13.09. / 18:00 /
Geroldhus ST. GEROLD
Menschen aus 20 Nationen beackern 148 Parzellen. Mit Liebe zur Erde bilden sie einen Mikrokosmos voller Träume, Einsamkeit, Heimweh, Freude und Konflikten. Schweizer Ordnungssinn trifft auf fremdländisches Improvisationstalent. Alle Gartenfreunde genießen jedoch, was kostbar geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum. Ihr buntes Miteinander stellt zugleich eine Abbildung der gesellschaftlichen Veränderungen dar. Die Schrebergärten, einstiger Hort gutschweizerischer Bürgerlichkeit, sind zu einem Mosaik unserer multikulturellen Gesellschaft geworden.
„In ihrem Land würden sie einander nicht mal grüßen, hier grillieren Bosnier und Serben, Türken und Kurden zusammen und trinken Bier. Das ist für mich gelebte Schweizer Demokratie“, sagt der Kameramann und Regisseur Mano Khalil. |
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SILBERWALD
Christine Repond, Schweiz 2010, 90 min, Drama
Berner Filmpreis, Beste Regie / Interfilmpreis 2011 / 36. Festival Max Ophüls Preis /
NDR Regiepreis / 21. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern
Do 13.09. / 20:30 /
Geroldhus ST. GEROLD
In einem friedlichen Dorf im Emmental leben der fünfzehnjährige Sascha und seine gleichaltrigen Freunde Patrick und Moni. An der Schwelle zum Erwachsenwerden versuchen die drei Jugendlichen ihrem monotonen Alltag zu entkommen. Während seine Freunde tagsüber in Lehrbetrieben arbeiten, bleibt Sascha oft allein. Seine Schicht arbeitende Mutter sieht er kaum, sein Vater ist vor langem ausgezogen. Kälte, Verzweiflung und Wut begleiten Sascha auf seiner Suche nach Zuneigung und Identität. Seine stummen Hilfeschreie nimmt niemand wahr.
Als Sascha und seine Freunde im nächtlichen Wald herumstreunen, entdecken sie eine hell erleuchtete Hütte, in der kahl geschorene Männer grölend feiern. Was für seine Freunde Abenteuer bleibt, hat für Sascha tiefere Bedeutung. Hin- und hergerissen zwischen Furcht und Anziehung treibt ihn die Sehnsucht nach Geborgenheit und Anerkennung zurück zur Waldhütte. |
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DAS WEITERLEBEN DER RUTH KLÜGER
Renata Schmidtkunz, Österreich 2011, 83 min, Dokumentation
Fr 14.09. / 20:30 /
Geroldhus ST. GEROLD
Es ist eine Sache, den Holocaust überlebt zu haben. Aber es ist eine andere, danach zu fragen, wie sich dieses Leben nach dem Überleben gestaltet hat und welche Spuren die Erfahrungen von Verfolgung und Todesbedrohung im Leben einer Überlebenden hinterlassen haben.
„Das Weiterleben der Ruth Klüger“ porträtiert die aus Wien stammende amerikanische Literaturwissenschafterin Ruth Klüger vor dem Hintergrund dieser Frage. Und zwar an den vier Orten, die ihr Leben bestimmt haben: Wien, Kalifornien, Göttingen und Israel.
Ruth Klüger lässt die Zuschauer auch in sehr intimen Situationen an ihrem Nachdenken teilnehmen: über ihre Kindheit im „judenkinderfeindlichen“ Wien, ihre Eltern, ihre eigene Rolle als Mutter zweier amerikanischer Söhne, über ihr Frausein und den Umgang von Gedenkstätten mit dem Gedenken. In keinem Moment des Filmes ist sie pathetisch oder eitel. Ihr Denken ist präzise und immer wieder schonungslos sich selbst und anderen gegenüber. |
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STEAMBOAT BILL, JR.
Charles Reisner, USA 1928, 70 min, Stummfilmkomödie mit Buster Keaton
Live-Musikbegleitung: Gerhard Gruber
Sa 15.09. / 18:00 /
Geroldhus ST. GEROLD
Steamboat Bill, ein bärbeißiger Kapitän eines alten Dampfschiffes, liefert sich an den Ufern des Mississippi mit einem neureichen Bankier einen heftigen Konkurrenzkampf. Sein Sohn William, der seinen Vater noch nie gesehen hat, kommt zu Besuch. Steamboat Bill ist wenig erbaut über seinen schmächtigen Sohn und vor allem über dessen äußere Erscheinung. Der alte Kapitän lässt ihm den Bart abrasieren und kauft ihm neue Kleider. Beim Friseur verliebt sich William jr. in Kitty, die Tochter des Rivalen seines Vaters.
Die beiden Väter verhindern mit allen Mitteln das Zusammentreffen der beiden, bis schließlich Steamboat Bill im Gefängnis landet. Als ein Wirbelsturm die Kleinstadt in Trümmer legt, zeigt sich William jr. heldenhaft. Es kommt zu einem wahrhaft stürmischen Finale! |
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BILDER LERNEN LAUFEN, INDEM MAN SIE HERUMTRÄGT
Daumenkino Abend mit Volker Gerling, 80 min
Sa 15.09. / 20:30 /
Geroldhus ST. GEROLD
Volker Gerlings Daumenkino ist mittlerweile legendär: Er reiste 3.000 Kilometer weit und porträtierte Menschen, denen er auf seinen Wanderschaften begegnete. In Form fotografischer Daumenkinos erzählt Gerling von den großen, kleinen, ernsten und skurrilen Zufallstreffen und lässt seine Protagonisten auf der Bühne für einen Moment lebendig werden. Er projiziert die Daumenkinos auf die Leinwand und erzählt die Geschichten der Menschen, die er fotografieren durfte.
In Gerlings magischen Porträtstudien entsteht eine leichtfüßige und gleichzeitig tiefsinnige Reflexion über die Flüchtigkeit des Moments und die Bedeutung der menschlichen Begegnung. Das Stück hat in Berlin Kultstatus und wurde auf zahlreichen internationalen Theaterfestivals in ganz Europa gezeigt.
"Stiller, schlichter und schöner kann Kunst nicht sein." (Tagesanzeiger Zürich) |
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STAN LAUREL & OLIVER HARDY
Filmbrunch: Stummfilme mit Live-Musikbegleitung von Gerhard Gruber
So 16.09. / 11:00 /
Geroldhus ST. GEROLD
Ob als Laurel & Hardy, Stan & Ollie oder Dick und Doof bezeichnet, die zwei Legenden des Slapsticks bringen die Bauchmuskeln zum Vibrieren! Am Programm stehen drei ihrer Stummfilme, begleitet von Live-Musik und einem Brunch im Anschluss:
THEIR PURPLE MOMENT: Laurel & Hardy laden zwei Damen in einen teuren Nachtclub ein. Am Monatsende muss Stan das Gehalt seiner Frau überlassen.
THE FINISHING TOUCH: Für die Endmontage eines Hauses engagiert man Laurel & Hardy, was zu einer totalen Demontage des Objekts führt.
TWO TARS: In einem Stau steckend entlädt sich die Wut aller Beteiligten schließlich in der sorgsam choreographierten Zerstörung der Fahrzeuge. |
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