Walser Herbst-Logo
AusstellungenLiteraturMusikFilm
WORKSHOPS & VORTRÄGEFeste 
     
  Kein Walserherbst ohne die Walser Filmtage! Einmal mehr hat Wolfgang Steininger, Leiter des Festivals der Neue Heimatfilm in Freistadt (OÖ), ein exquisites Filmprogramm erstellt. Der Bogen spannt sich vom zeitgenössischen europäischen Autorenkino bis zu packenden Dokumentarfilmen. Allen gemeinsam: ein unbestechlicher Blick auf das Zeitgeschehen in Stadt und Land, auf die Bedrohungen durch Krieg und entfesselte Ökonomien, aber auch auf die Kraft der Menschlichkeit.

Dazu passt auch Buster Keatons Stummfilmklassiker „Der General”, live am Klavier begleitet von David Wagner.

Moderiert werden die Walserherbst Filmtage von Maria Hofstätter.
Die Schauspielerin und Co-Leiterin des Projekttheater Vorarlberg darf ja mit Fug und Recht als Walserherbst-Stammgast bezeichnet werden.
–––
 

© Jair Sfez

© Jair Sfez

Filmtage / Eröffnungsfilm
Der Landarzt von Chaussy
Thomas Lilti, Frankreich 2016, 100 min, Tragikomödie, Deutsche Fassung
Kinostart am 09.09., Vorpremiere beim Walserherbst
Di 06.09. / 20:30 / Geroldhus St. Gerold


Dr. Jean-Pierre Werner ist seit 30 Jahren Landarzt. Für jede Erkrankung und jedes Wehwehchen ist der Arzt zur Stelle – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Er ist in seiner Dorfgemeinschaft sehr beliebt, genießt die Hochachtung der Dorfbewohner. Seine Patienten und er selbst halten ihn für unersetzlich.
Als er selbst erkrankt, gerät sein geregeltes Leben mit einem Schlag durcheinander. Er sieht sich gezwungen, die hübsche Ärztin Nathalie als Vertretung einzustellen. In ihrem Arztkoffer bringt die Ärztin aus der Stadt neue Methoden mit. Es heißt, sie sei gekommen, um den alteingesessenen Landarzt zu unterstützen. Doch Jean-Pierre hat plötzlich Angst, ersetzt zu werden.
–––

 

© Guttner Film

© Guttner Film / polyfilm Verleih

Bei Tag und bei Nacht
Aus dem Leben eines Bergdoktors
Andreas Hans Guttner, Österreich 2016, 111 min, Dokumentation
Vorpremiere beim Walserherbst
Mi 07.09. / 18:00 / Geroldhus St. Gerold


Wie sieht der Alltag eines richtigen “Bergdoktors” aus, abseits von Arztromanen und Fernsehserien? „Bei Tag und bei Nacht“ ist das lebendige Porträt eines Kärntner Landarztes und seiner bäuerlichen Patienten, gedreht inmitten der grandiosen Alpenwelt der Lienzer Dolomiten und der Gailtaler Alpen. Beide Berufe, Landarzt und Bergbauer, sind vom Verschwinden bedroht.
Wir begleiten den Arzt und entdecken einen vielfältigen Mikrokosmos: jenen der Bergbauern in ihrem Kampf um die Erhaltung ihrer Lebensweise und in ihrem Widerstand gegen die negativen Auswirkungen der Globalisierung.

In Anwesenheit des Regisseurs Andreas Hans Guttner (angefragt)
–––

 

© mosolov-p

© mosolov-p

Seit die Welt Welt ist
Günter Schwaiger, Österreich/ Spanien 2015, 103 min, Dokumentation
Mi 07.09. / 20:30 / Geroldhus St. Gerold


 „Es ist eine Art zu leben nicht schlechter oder besser als andere“, erklärt Kleinbauer Gonzalo, der mit seiner Familie im spanischen Hochland von Kastilien lebt. In Zeiten der Krise ist die kleine Dorfgemeinschaft von Firmenschließung, Arbeitslosigkeit und Überalterung zerrieben. Zusätzlichen Druck erfahren die Kleinbauern durch Lebensmittelindustrie, Banken und Großgrundbesitzer.
Günter Schwaigers Dokumentarfilm porträtiert einen klugen Freigeist, der abseits der Metropolen Spaniens und im Angesicht der Wirtschaftskrise ums Überleben kämpft.

„Ein klarer, meditativer und aufrichtiger Film über das Leben an der europäischen Peripherie”
(Salzburger Nachrichten).
–––

 

© Berlinale Handout/Epa

© polyfilm Verleih

Mahana
Lee Tamahori, Neuseeland 2016, 103 min, Spielfilm, Deutsche Fassung
Vorpremiere beim Walserherbst
Do 08.09. / 18:00 / Geroldhus St. Gerold


Vor mehr als zwanzig Jahren feierte der Filmemacher Lee Tamahori mit „Die letzte Kriegerin“ seinen internationalen Durchbruch. Nun kehrt der Neuseeländer, mittlerweile ein profilierter Hollywood-Regisseur, erstmals zu seinen Wurzeln zurück. Im Gepäck eine epische Familiensaga, die auf dem autobiografischen Roman „Bulibasha: King of the Gypsies” von Witi Ihimaeras beruht, gedreht in der atemberaubenden Landschaft Neuseelands.
Der Streifen erzählt vom Leben der Schafscherer an der Ostküste Neuseelands, das in den 1960er-Jahren noch tief in alten Maori-Traditionen verwurzelt ist. Unter dem strengen Blick des Familien-Ältesten leben drei Generationen unter einem Dach. Als der 14-jährige Simeon sich in ein Mädchen verliebt, mit dessen Familie seine eigene schon ewig im Clinch liegt, tritt ein wohlgehütetes Familiengeheimnis zutage und verändert alles.

„Wie viel Herz ist in diesen Film geflossen!” (Uncut.at)
–––

 

© Stadtkino Filmverleih

© Stadtkino Filmverleih

Holz Erde Fleisch
Sigmund Steiner, Österreich 2016, 72 min, Dokumentation
Do 08.09. / 20:30 / Geroldhus St. Gerold


Der essayistische Dokumentarfilm portraitiert drei Bauern bei der Arbeit im Wald, auf dem Feld und auf der Alm. Eine Frage bestimmt alles: Werden ihre Kinder eines Tages ihren Besitz übernehmen oder stirbt der Bauernberuf mit ihnen aus?
Für Filmemacher Sigmund Steiner, selbst Sohn eines Bauern, gestaltet sich der Film zu einer sensiblen Auseinandersetzung mit der eigenen Vater-Sohn-Geschichte.
–––

 

© K. Berghammer

© K. Berghammer

© Lukas Schöffel

© Lukas Schöffel

Filmtage / Dokumentation & Kurzspielfilm
Hilda
Karin Berghammer, Österreich 2015, 49 min, Dokumentation


Eine Reise in die Lebens- und Gedankenwelt der humorvollen 85-jährigen Bäuerin Hilda Lackner. Sie lebt allein in einem abgelegenen Haus im Waldviertel, spricht viel mit sich selbst, ihre Unabhängigkeit ist ihr größter Stolz. „Frei wia a Vogerl bin i!” sagt sie und lacht verschmitzt. Als sie merkt, dass ihre Kräfte schwinden, zieht sie radikale Konsequenzen.

In Anwesenheit der Regisseurin Karin Berghammer.

Esel
Rafael Haider, Österreich 2015, 24 Min, Kurzspielfilm


Es ist Winter. Die Landschaft ist kahl, die Natur ergraut. Auf einem verlassenen Bauernhof, mitten im Wald, lebt ein altes Bauernpaar. Ihr Alltag ist geprägt von Langeweile und Anstrengungen, denen sie nicht mehr gewachsen sind. Unterstützt wird der Bauer von einem altersschwachen Esel. Als der Bauer erfährt, dass der Tod seines langjährigen Begleiters naht, merkt der sonst so pragmatische Mann, dass er das Tier mehr liebt, als er zugeben kann.

Fr 09.09. / 18:00 / Geroldhus St. Gerold

–––

 

© Viennale

© Viennale

Lampedusa im Winter
Jakob Brossmann, Schweiz 2015, 93 min, Dokumentation
Fr 09.09. / 20:30 / Geroldhus St. Gerold


Auf der „Flüchtlingsinsel” Lampedusa ist der Winter eingekehrt. Die Touristen haben die Insel verlassen, die letzten Flüchtlinge kämpfen um einen Transfer aufs Festland. Die winzige Gemeinschaft am Rande Europas ringt verzweifelt um ihre Würde – und um die Solidarität mit den afrikanischen Bootsflüchtlingen, die viele Menschen für den Grund der andauernden Krise halten.

In Anwesenheit des Regisseurs Jakob Brossmann (angefragt).
–––

 

© Langjahr Film

© Langjahr Film

FÜr eine schÖne Welt
Erich Langjahr, Schweiz 2016, 74 min, Dokumentation
Sa 10.09. / 18:00 / Geroldhus St. Gerold


Ein vielschichtiger Film, der den Zuschauer zur Reflexion über Kunst in der Gegenwart anregt. Erich Langjahr porträtiert in langen, ruhigen Aufnahmen zwei gegensätzliche Künstler: Gottfried Honegger (* 1917), den letzten Vertreter der „Zürcher Konkreten“, und Kurt Sigrist (* 1943), einen Künstler im Umfeld der Objektkunst und Skulptur.

In Anwesenheit des Regisseurs Erich Langjahr.
–––

 

© Allfilm

© Allfilm

Risttuules
Martti Helde, Estland 2015, 87 Minuten, Spielfilm, OF mit englischen Untertiteln
Sa 10.09. / 20:30 / Geroldhus St. Gerold


Das Spielfilmdebut des 1987 geborenen Regisseurs öffnet ein dunkles Kapitel der Geschichte. 14. Juni 1941: Ohne Ankündigung werden tausende Personen im Baltikum aus ihren Häusern vertrieben, Männer in Gefängnisse geschickt, Frauen und Kinder nach Sibirien verschleppt. Zweck der von Stalin befohlenen Aktion: die ethnische Säuberung der baltischen Staaten. Die Estin Erna, Ehefrau und Mutter einer Tochter, wird nach Sibirien deportiert. Während der Zwangsarbeit versucht ihr Geist eine neue Freiheit zu finden. Sie besteht darin, ihrem internierten Mann Briefe zu schreiben, in denen sie das vergangene Glück festhalten will.
–––

 

© Buster Keaton Productions Inc.

© Buster Keaton Productions Inc.

Filmtage / Filmbrunch – Stummfilm mit Live-Musik
Der General
Buster Keaton, USA 1926, 107 min, Komödie
Begleitmusik: David Wagner am Klavier
So 11.09. / 11:00 / Geroldhus St. Gerold


Im Stummfilm „Der General“ (1926) mimt Buster Keaton, dessen Todestag sich heuer zum 50. Mal gejährt hat, einen Südstaaten-Lokomotivführer, der trotz Ausmusterung zum Kriegsheld wird. Ein Film voller Rasanz, Witz und Finesse.
–––

 

 

 

 
  NEWSFOTOGALERIE facebook