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© Caritas Wien

© Nikolaus Walter

DISKURS: MENSCH & RIND

Die achte Ausgabe des Walserherbst widmet sich auf vielfältige Weise und unterschiedlichen Pfaden der kulturprägenden Beziehung zwischen Mensch und Rind, eine über Jahrhunderte hinweg gepflegte, symbiotische Verbindung. Heute werden Rinder verdinglicht und zum Produktionsgegenstand erklärt.

Die erste Walserherbst-Diskursreihe bietet VertreterInnen aus Politik, Landwirtschaft, Molkereigewerbe und Regionalmanagement ein Podium, um sich in Gesprächen über Chancen und Herausforderungen moderner Berglandwirtschaft auszutauschen.

Rinder sind aber nicht nur Milch- und Fleischlieferanten, Werbeträger süßer Versuchungen oder lebendige Behübschungen alpiner Idyllen, sondern weit mehr, wie die Ausstellung „Himmel und Herde“ von Barbara Anna Husar zeigt. Eine Auseinandersetzung mit der Schicksalsgemeinschaft zwischen Vieh und Mensch fernab jeglicher Alpenromantik liefert der Bilderzyklus „Vähtreb / Viehtrieb“ des Liechtensteiner Künstlers Martin Frommelt. Die „Unberührte Schönheit“ indigener Rinderrassen zeigen die Fotografien von Werner Lampert. Und die Klanginstallation „Können Kühe träumen?” von Andrea Sodomka und Bernhard Kathan nähert sich dem Rind auf akustischer Ebene. Alle KünstlerInnen vereint die Liebe zur Kuh. Die höchst unterschiedlichen Zugänge bereichern den Walserherbst-Diskurs und spannen die Thematik weit auf. Und über allem schwebt das Euter.
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© Dietmar Nigsch

© EIKON Media und MIRAMONTE FILM, Martin Rattini, Tiberius Film

Wie die Milch flieSSt
Mi 05.09. / 18:00–22:00 / Festivalzentrum SONNTAG


Das System Milch
Andreas Pichler, 90 min, 2017, D / 18:00


Als Einstieg in die abendlichen Gespräche präsentiert der Walserherbst den 2017 veröffentlichten Dokumentarfilm „Das System Milch“. Regisseur Andreas Pichler blickt hinter die Kulissen des Milliardenbusiness Milchindustrie und zeigt dessen Folgen für Mensch, Tier und Umwelt auf. Mehr Infos ...

GesprÄch / 20:00

Am Beispiel von „Lungau Milch” sprechen VertreterInnen aus Landwirtschaft, Biosphärenpark Großes Walsertal und Molkereien über positive Erfahrungen, Visionen und neue Gedanken hinsichtlich der Land- bzw. Milchwirtschaft im Tal.

Wie könnte eine zukunftsfähige Berglandwirtschaft aussehen, die den globalen Mechanismen nicht hilflos ausgeliefert ist und sich regional behaupten kann? Welche Chancen des Wandels bieten sich, an welchen Vorbildern kann man sich ein Beispiel nehmen? Oft nützt schon ein Blick über den Tellerrand, um gute Ideen zu erkennen.

Zum Gespräch sind geladen:
Markus Schaflechner – Geschäftsführer Biosphärenpark Lungau, Salzburg
Christine Klenovec – Geschäftsführerin Biosphärenpark Großes Walsertal
N.N. – Landwirt aus dem Lungau
Hermann Manahl - Landwirt, Bürgermeister von Raggal und Mibegründer der Biosennerei Marul Mag. Gerhard Frei – Geschäftsführer Emmi Österreich

Die Moderation übernimmt Frau DI Regula Imhof, Obstbäuerin/Geschäftsleitung Bio Austria Tirol.
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© Nikolaus Walter

© Nikolaus Walter

WertschÄtzung – WertschÖpfung
Führungen im Museum Großes Walsertal
Do 06.09. / 15:00–18:00 / Museum Großes Walsertal SONNTAG
Do 06.09. / 19:00–21:00 / Festivalzentrum SONNTAG


VÄhtreb – Viehtrieb / 15:00–16:30
mit Martin Frommelt


Himmel und Herde – Die Emanzipation der Kuh / 17:00–18:00
mit Barbara Anna Husar


GesprÄch / 19:00

Der Wert qualitativ hochwertiger, landwirtschaftlicher Produkte für Mensch, Vieh und Landschaft steht im Zentrum des Diskurses „Wertschätzung - Wertschöpfung”. VertreterInnen des Naturpark Nagelfluhkette und dem Biosphärenpark Großes Walsertal besprechen dies anhand von Beispielen.

Stoßen wir mit den aktuellen Tendenzen der Landwirtschaft im Großen Walsertal an die Grenzen des Verträglichen? Kann eine Erhöhung regionaler Wertschöpfung den Erhalt der Kultur- und Naturlandschaft langfristig sichern? Welche Potentiale bietet die bäuerliche Selbstvermarktung und wo liegen deren Herausforderungen?

Zum Gespräch sind geladen:
Andrea Schwarzmann – Bundesbäuerin und Landwirtin, Sonntag
Carina Niedermair – Management des Naturparks Nagelfluhkette
Ulrich Schmelzenbach – Bürgermeister von Riefensberg und Mitbegründer der Genossenschaft „Metzgerei Naturpark Nagelfluhkette“
Bernd Pfister – Propsteihof St.Gerold
Alois Rinderer – Schaf- und Ziegenbauer, Sonntag

Die Moderation übernimmt Frau DI Regula Imhof, Obstbäuerin/Geschäftsleitung Bio Austria Tirol.
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Foto "gehen gang gegungen"

© Bernhard Kathan

KÖnnen KÜhe trÄumen?
Klanginstallation von Andrea Sodomka und Bernhard Kathan

Sa 18.08.–So 09.09. / Mi–So ganztägig/ Heustall Hintere Litze SONNTAG

Über Jahrhunderte hat die Rinderhaltung das Leben im Alpenraum geprägt. Heute erleben wir das Ende dieser langen Geschichte. Am Beispiel der Bergbauern lassen sich gut jene Verwerfungen zeigen, die mit der Globalisierung, der umfassenden Ökonomisierung des Lebens wie mit dem technischen Fortschritt einhergehen. Aus gegebenem Anlass ist eine Klanginstallation zu hören, die auf Wiederkäugeräuschen von Kühen basiert. Von diesen ist es nicht weit in die Geräuschwelt eines Rindermagens. Ein alter Stall ist mit Magerwiesenheu ausgebettet. Die Besucher sind eingeladen, sich ins Heu zu legen, den Duft aufzunehmen, zu entspannen und sich frei dem Gedankenstrom zu überlassen.
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© Martha Laschkolnig

© Barbara Anna Husar, Postproduktion
Elmar Bertsch

© Martha Laschkolnig

© Barbara Anna Husar, Postproduktion
Elmar Bertsch, basierend auf einer
Fotografie von Darko Todorovic




Euter
Kunstprojekt von Barbara Anna Husar Jungfernfahrt im Rahmen des Walserherbst 2018


Am Himmel über Vorarlberg wird künftig ein besonderer Heißluftballon an einen bewussten, schonenden Umgang mit unseren Ressourcen erinnern: Der Walserherbst 2018 feiert die Geburtsstunde der sozialen Skulptur „Euter”.

Die Multimediakünstlerin Barbara Anna Husar realisiert mit „Euter” ein überregionales Kunstprojekt mit transdisziplinärer Strahlkraft über den Westalpen. Sie installiert damit ein Diskursobjekt, welches auch als Zeichnung über den Wertewandel in den Himmel verstanden werden kann.

Als weit sichtbares Zeichen wird sich das Euter immer dort erheben, wo zukunftsweisende Veränderungsprozesse zur Debatte stehen und Nachhaltigkeit spürbar wird.

Die gebürtige Vorarlbergerin Barbara Anna Husar ist mehrfach ausgezeichnete Künstlerin und lebt in Wien. Sie arbeitet mit internationalen Galerien und sensibilisiert mit ihren Interventionen im In- und Ausland die Wahrnehmung der feineren Zusammenhänge.

Wichtiger Hinweis: Die anvisierten Ballonfahrten des 3.500 m3 großen Euters lassen sich wetterbedingt nicht genau festlegen. Wer bei diesem Ereignis hautnah dabei sein will, erhält via E-Mail an euter@walserherbst.at genaue Informationen über Ort und Zeit.
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